Matt Cutts von Google über Ranking, Spam und die Suche der Zukunft
Im Rahmen eines Interviews im Blog der Google Webmaster-Zentrale, hat Matt Cutts einige Fragen beantwortet und Tipps gegeben, die allerdings meiner Meinung nach als nicht besonders neu einzustufen sind.
So empfindet er als größte Herausforderungen der Suchmaschinen in der Zukunft, dass die Suchanfragen komplexer werden und dementsprechend reagiert werden muss - keine Magie hier.
Um bei Suchanfragen und Keywords auch als Webmaster einer kleinen Seite gute Platzierungen bei Suchergebnissen erzielen zu können, rät er dazu, sich zunächst auf Nischen zu spezialisieren und auf diesem Gebiet als Spezialist eine quasi-Alleinstellungsposition aufzubauen. Dies ist zwar natürlich nach wie vor ein richtiger, aber lange nicht mehr neuer Tipp. Gleiches versucht ja auch regelmäßig der Dr. Oliver Pott mit seinen “wie-werde-ich-reich-in-12-Monaten”-Ratgebern für teures Geld zu verkaufen - in der Regel sogar recht erfolgreich.
Zudem spricht Matt Cutts im Hinblick auf kleinere Websites von größerer Flexibilität durch flachere Hierarchien und direkte Durchführbarkeit von Änderungen, was allerdings ja klar auf der Hand liegt.
Der Betreiber einer 1-Mann-Webseite über Bürsten für rote Damenschuhe wird eher herumexperimentieren und gravierende Änderungen testen können, als dass das Versandhaus Otto mal eben seinen gesamten Shop testweise umstellt. Ganz klar…auch hier keine Magie.
Weiterhin empfiehlt er Webmastern die Google Webmaster Zentrale und dadurch das Überprüfen der Links und Auffinden von nicht-exisierenden Seiten (404), was allerdings wohl zum Standard-Repertoire eines Webmasters gehören sollte - und das schon länger als es die Google Webmaster Tools gibt.
Was an den Google Webmaster Tools aber interessant ist, und im übrigen seit gestern neu, ist die Funktion, dass man dort im Falle von vorliegenden Spam-Meldungen oder Verdächtigungen seitens Google eben darüber informiert wird und entsprechend reagieren kann. Nach Beheben der möglichen Probleme kann man die Seiten erneut prüfen lassen, ob alle Probleme behoben wurden. Google möchte also in den Dialog treten und mit den Seitenbetreibern reden - eine gute Herangehensweise wie ich finde.
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