Die Web-Trends der kommenden Jahre: Web 3.0
Heute möchte ich der Welt und damit dem geneigten - evtl. sogar vorhandenden - Leser einmal meine Einschätzung über die kommenden Trends im Web für die nächsten Jahre mitteilen. Es sind natürlich alles rein subjektive Eindrücke, allerdings nicht ganz undurchdacht, vielleicht auch gar nicht so blöd.
Diskussionen erwünscht, aber lest selbst…
Gib’ mir einen Sinn
Generell werden sich im Web eher sinnvolle und praktische Dienste durchsetzen bzw. entstehen und wachsen. Es wird weniger gespielt, sinnfreie “Community-erzähl-allen-wie-toll-Du-bist-und-was-Du-gerade-so-machst”-Seiten und -Services werden verlieren und im Gegenzug der Datenschutz und Bewusstsein für das Kritische am Veröffentlichen privater Daten deutlich wachsen.
Das Web wird konkreter, noch hilfreicher, noch weniger wegzudenken.
Gib’s mir, und zwar immer und überall
Mit der Zeit wird das mobile Internet immer weiter verbreitet und immer erschwinglicher werden, ebenso wie die dazugehörigen Endgeräte. Man wird immer online sein.
Gib’ mir Stoff
Mit den veränderten Aufgaben und dem neuen mobilen Bewusstsein werden neue innovative Services und Dienste entstehen. Ein Großteil davon wird location-based sein, da GPS-Empfänger in immer mehr Geräten verfügbar sind. Dadurch entstehen ganz neue Einsatzmöglichkeiten und Geschäftsmodelle.
Gib’ mir was ich brauche
Die Unternehmen werden sich mehr auf den einzelnen Nutzer einstellen müssen um individuelle Wünsche und Ansprüche befriedigen zu können: Waren nach Maß. So wird es beim virtuellen Kleindungskauf z.B. Unterstützung durch das Einscannen der eigenen Körpermaße geben, die man jederzeit zur Verfügung hat. Fehlkäufe werden seltener.
Gib’ mir die Macht
Die User werden noch stärken in das Gestalten von Produkten einbezogen um die inviduellen Ansprüche abzudecken. “User-generated-goods” ist in aller Munde.
Gib’s mir nach Maß/ss
Trotz des hohen Individualisierungsgrads bei den Produkten wird in vielen Branchen auch der Umsatz/Gewinn über den Massenverkauf gemacht werden. Und zwar nach dem simplen Prinzip: reduziere den Preis auf ein Viertel, verkaufe 8 mal so viel.
Ein nicht ganz legaler (?!) russischer Musikservice hat es vorgemacht, andere werden folgen.
Gib’s mir sofort
Umständliches Bezahlen und komplizierte Bestellstrecken werden der Vergangenheit angehören. Das Einkaufen per “1 Klick” wird perfektioniert, Einkaufen und Zahlungen per Smartphone, Widgets und/oder Ausweischip möglich.
Gib’s mir für lau
Proprietäre Softwarelösungen werden für den Privatsektor seltener und schwerer verkäuflich, Open-Source-Mitmachsoftware wird das Mittel der Wahl.
Gib’ mir Service
Service bei allen Dienstleistungen wird wieder vermehrt großgeschrieben; die Zeiten für unpersönliche Abzock-Callcenter werden hart. Es werden die Unternehmen gewinnen, die Service, Flexibilität und alleinstehende Einkaufserlebnisse bieten. Dazu gehören die direkte und unmittelbare Verfügbarkeit eines Ansprechpartners für etwaige Rückfragen per Chat oder Nachrichtenaustausch à la ICQ/MSN/AIM etc. - auch über mobile Endgeräte.
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